PRIX PICTET - DISORDER

3. Dezember 2016 - 15. Januar 2017
Pieter Hugo, Untitled, Agbogbloshie Market, Accra, Ghana, 2009 - 10 © Pieter Hugo, Prix Pictet 2015Pieter Hugo, Untitled, Agbogbloshie Market, Accra, Ghana, 2009 - 10 © Pieter Hugo, Prix Pictet 2015

Iit Azoulay, Valérie Belin, Matthew Brandt, Maxim Dondyuk, Alixandra Fazzina, Ori Gersht, John Gossage, Pieter Hugo, Gideon Mendel, Sophie Ristelhueber, Brent Stirton, Yang Yongliang

Unsere Zeit ist von Unordnung bestimmt. Unsere Kontrolle über vielfältige Aspekte des Lebens hat uns zu der Annahme verleitet, wir hätten uns die Erde untertan gemacht. Doch mit jeder neuen Pandemie, jedem Erdbeben, jedem Tsunami und jeder Dürre zeigt sich die Anfälligkeit dieses Denkens. Mit jedem Tag, der vergeht, wird unsere Illusion von Ordnung zunichte gemacht.               
(Kofi Annan, Ehrenpräsident des Prix Pictet)

Der Kunstverein freut sich, den sechsten Ausstellungszyklus zum Prix Pictet mit dem Titel  Disorder  in Hamburg präsentieren zu können. Soziales Chaos, politische Ausschreitungen, Klimaveränderungen - diese Anzeichen von Unordnung sind drängenden Probleme unserer Zeit. Disorder (Unordnung) ist das Thema des sechsten Prix Pictet-Ausstellungszyklus und steht im Zentrum der Werke der zwölf ausstellenden Fotografinnen und Fotografen. Die Bandbreite der fotografischen Verhandlung reicht dabei vom Dokumentarischen über die Abstraktion bis hin zur poetischen Beobachtung. Im Anschluss an eine erste Auswahl mit über 700 Namen wurden Ilit Azoulay, Valérie Belin, Matthew Brandt, Maxim Dondyuk, Alixandra Fazzina, Ori Gersht, John Gossage, Pieter Hugo, Gideon Mendel, Sophie Ristelhueber, Brent Stirton und Yang Yongliang von einer unabhängigen Jury nominiert.

2008 von der Hauptbank der Gruppe Schweizer Privatbanken Pictet & Cie ins Leben gerufen, ist der Prix Pictet der weltweit führende Preis für Fotografie und Nachhaltigkeit. Seine Aufgabe ist es, herausragende fotografische Werke zu finden, die gesellschafts- und umweltrelevante Botschaften von besonderer Tragweite vermitteln.

Jeder Preis-Zyklus hat ein eigenes Thema. Die Themen der ersten fünf Zyklen waren Water (Preisträger: Benoît Aquin), Earth (Preisträger: Nadav Kander), Growth (Preisträger: Mitch Epstein), Power (Preisträger: Luc Delahaye) und Consumption (Preisträger: Michael Schmidt). Er geht an jene Fotografin oder jenen Fotograf, welche(r) die unabhängige Jury davon überzeugen konnte, mit den eingereichten Arbeiten die vorgegebene Thematik nicht nur auf herausragend künstlerische Weise umgesetzt zu haben, sondern diese auch in eine fesselnde Narrative eingeflochten zu haben. Die Gewinnerin des Prix Pictet Disorder, Valérie Belin, wurde bei der Eröffnung der Ausstellung der nominierten Werke im Musée d’Art Moderne de la Ville de Paris am 12. November 2015 geehrt.

Der Prix Pictet spricht weltweit ein Publikum von mehr als 400 Millionen Menschen an. Seit 2008 konnten sechs Zyklen des Prix Pictet in 63 Ausstellungen in 34 verschiedenen Städten weltweit bestaunt werden, darunter Tokio, Neu-Delhi, Hong Kong, New York, Moskau und Mexiko-Stadt. Die Disorder Ausstellung wurde bereits im Somerset House London, im MAXXI Museum in Rom, im CAB Art Center, Brüssel, im Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondmuseum in Genf und in der Municipal Gallery von Athen gezeigt. Im Anschluss wird sie weiter nach Tokio, Hamburg, Dublin, San Diego und Barcelona wandern.