1. Gert & Uwe Tobias

    Sa, 28.01.So, 18.11.2012 / Ausstellung

    Für den Kunstverein in Hamburg entwickeln Gert & Uwe Tobias (*1973 in Brasov, Rumänien, leben in Köln) eine Installation, die das Haus in seiner räumlichen Gesamtheit zu einem fantastischen Kopfraum werden lässt: Vom Foyer, über das Treppenhaus in beide Ausstellungsräume hinein, auf einer Gesamtfläche von ca. 1.300 m2, erstrecken sich ihre mehr als 100 Arbeiten von Januar bis April 2012. Danach wird nach und nach ein Teil ihrer Installation verschwinden und Platz machen für die Präsentationen weiterer KünstlerInnen, bis am Ende des Jahres nur noch das Foyer und das Treppenhaus mit ihren Arbeiten erhalten sind. 

Gert & Uwe Tobias bilden damit sowohl den Auftakt als auch den visuellen Rahmen für das Jahresprogramm 2012 des Kunstvereins. Sie konzentrieren sich nicht nur auf die Bildproduktion als solche, sondern beziehen den Raum in ihre gestalterischen Überlegungen bewusst ein. Die Brüder arbeiten seit Ende ihres Studiums an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig gemeinsam an Zeichnungen, Keramiken, Collagen und Holzschnitten, die sie zu Gesamtinstallationen zusammenfügen, die oftmals über farbige Akzentuierungen und räumliche Eingriffe zusammengehalten werden. 

Für die Ausstellung im Kunstverein haben sie die jeweils gegenüberliegenden Wände in dunkles Schwarzblau gehüllt und mit bordürenartigen Zackenlinien begrenzt, die scheinbar nahtlos aneinander schließen. Die blauen Wände fungieren als eine Art Scharnier, welches die unterschiedlichen Arbeiten miteinander in Beziehung setzt und die strikte Trennung zwischen Raum und Werk auflöst. 

Neben der visuellen Klammer verbinden sich die Arbeiten auch auf der Ebene der Motivik. In all ihren Medien spüren Gert & Uwe Tobias den Ausgeburten surrealer Vorstellungen und Fantasien nach. Zumeist sind es Figuren, die zwar dem Menschlichen nahe stehen, sich aber andererseits weit von ihm entfernen. Dabei greifen sie auch auf folkloristische und traditionelle Motive zurück, die aus kollektiven gesellschaftlichen Strukturen, ihren eignen Erinnerungen und Überlieferungen entspringen. So verwenden sie z.B. auch das Strickmusterbuch ihrer Mutter, welches sie als Raster für typografische Anordnungen heranziehen.
  2. Besuchen Sie auch

    1. John Bock - Der Pappenheimer

      Ausstellung / Mi, 01.05.So, 30.06.2013

    2. Nader Ahriman: Meta-Kubismus

      Ausstellung / Mi, 01.05.So, 30.06.2013

    Kunstverein Hamburg

Kunstverein Hamburg

Der Kunstverein Hamburg ist einer der ältesten Kunstvereine in Deutschland. Seit 1817 widmet er sich der Präsentation und Vermittlung zeitgenössischer Positionen. So wurden unter anderem Caspar David Friedrich, Arnold Böcklin oder Francis Bacon in frühen Einzelausstellungen vorgestellt. Ohne permanente Sammlung reagiert der Kunstverein in wechselnden Ausstellungen flexibel auf aktuelle Tendenzen und gesellschaftlich relevante Themen. In einer ehemaligen Markthalle zentral auf der Kunstverein gelegen, präsentiert der Kunstverein junge, internationale Positionen sowie etablierte Künstlerinnen und Künstler wie Olafur Eliasson, Hans Arp/Franz West, Liam Gillick, Cosima von Bonin, Sarah Lucas oder Karla Black.

Klosterwall 23 · D-20095 Hamburg
Tel. +49 (0)40 3221-57 · www.kunstverein.de
BUS 112, U Steinstrasse, S/U Hauptbahnhof

Di – So und feiertags 12 – 18 UHR ; MO geschlossen
Führungen: Do 17 UHR

Restaurant Pane e Tulipani

Tel. +49 (0)40 80601686 · www.pane-e-tulipani.eu
MO – FR 12 – 1 UHR; SA 17 – 1 UHR; SO Ruhetag