1. Georg Jappe: Ornithopoesie »Vögel sind das Gedächtnis der Landschaft«

    So, 25.03.So, 08.07.2012 / Ausstellung

    Vögel inspirierten Georg Jappe sein Leben lang: Aus Beobachtungen ihrer Arten, Gesänge, Flüge und Geschichte entwickelte er ein vielschichtiges Werk in den Grenzbereichen von Bildender Kunst, Poesie und Ornithologie: „Ornithopoesie" - eine Wortschöpfung Georg Jappes. Ob am Niederrhein, im Hochgebirge, auf der Hallig, im Teufelsmoor, auf Spitzbergen oder Grönland: stets notierte er Vogelarten in ihrem – oft beschädigten – Umfeld. Die so entstandenen Vogeltagebücher bilden das Ausgangsmaterial für seine großformatigen „Schreibtischblätter" und zahlreichen Schriftzeichnungen. Auf diesen Papierbögen legte Georg Jappe Zeichnungen, Diagramme und Texte an: Vogellisten, Träume, Gedichtentwürfe, Ausstellungspläne, Landschaftsnotate oder auch oft abgründig Erlebtes – eine Synthese von Schreiben und Zeichnen in der Nähe zur Konkreten Poesie: „Optische Poesie" (Georg Jappe).



    Die Ausstellung bietet einen Einblick in das Gesamtwerk Georg Jappes mit dem Schwerpunkt Vögel.

    Im Saal der Meisterzeichnung werden Buchwerke, die überdimensionale Fächermappe OmU (Original mit Untertiteln), das chinesische Leporello, Photoarbeiten, z. T. beschriebene „Bildbeschreibungen" und eine Auswahl der Vogeltagebücher als Zeugnisse einer großen künstlerischen Vielfalt gezeigt. Aus dem filmischen Werk wird die Arbeit Der fließende Turm zu sehen sein, mit Kamerafahrten der Künstlerin Lili Fischer durch verschiedene Landschaften wie der schottischen Inselgruppe St. Kilda oder dem norddeutschen Teufelsmoor und mit Vogelstimmen und Prosa von Georg Jappe.

    Die Präsentation gibt einen ersten Einblick in die jüngst von der Lili Fischer und Georg Jappe Stiftung der Hamburger Kunsthalle geschenkte Werkauswahl des Künstlers.

    Georg Jappe (1936-2007), Literatur- und Kunstkritiker, von 1979-2001 Professor für Ästhetik an der Hochschule für bildende Künste Hamburg, Mitglied des Bielefelder Colloquiums Neue Poesie. Teilnahme an zahlreichen Gruppen- und Einzelausstellungen, u. a. 1996 in der Hamburger Kunsthalle und im Stadtmuseum Köln.

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Die drei nahe der Alster gelegenen, markanten Gebäude der Hamburger Kunsthalle beherbergen eine der wichtigsten öffentlichen Kunstsammlungen Deutschlands mit Werken aus sieben Jahrhunderten Kunstgeschichte. In wechselnden Präsentationen der renommierten Sammlungsbestände werden die Entwicklungen der Kunst vom Mittelalter bis heute gezeigt. Mehr als 700 Werke, darunter viele bekannte Hauptwerke der deutschen Romantik und der klassischen Moderne, sind ständig ausgestellt. Insbesondere in der "Galerie der Gegenwart" sind zeitgenössische Positionen zu sehen. Wechselnde Ausstellungen machen die Kunsthalle zu einem attraktiven Besuchermagnet.

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Öffnungszeiten: Di -So, 11.30 Uhr - Open End


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